
Admin von Nazareth - Part 3:
"Hauptsache es läuft"
So, nun hat der Admin sein erstes GEBOS-Problem mit Hilfe der mächtigen 9555 erfolgreich
gelöst. Es war ja auch zu einfach - Arbeitsplatzdaten nicht administriert - HA HA -
Lächerlich. Und dafür braucht er die 9555? Nächstes Mal nicht mehr. Von solchen
Problemchen lässt sich der Admin in Zukunft nicht mehr so leicht erschrecken. Vielleicht
lag es an der Unerfahrenheit. Das erste Mal seit der Erfindung des beidseitig verwendbaren
Zahnstochers wurde eine derart hochentwickelte Technologie in die Tiefen des Landes
gebracht. (Nicht unerwähnt lassen wollen wir aber auch die verspiegelten
Kaffeetassenuntersetzer, die vom AOL-Versand regelmässig ins Haus des Admins geliefert
werden. Für den Admin eine wirklich tolle Sache, denn bei Expeditionen nach Erwegenien
hat er in verschiedenen Fachgeschäften ähnliche Kaffeetassenuntersetzer gesehen,
allerdings zu einem Preis von um die DM 30,00. Inzwischen findet sich bei Admins zuhause ein 534-teiliges Kaffeeuntersetzerservice - und das umsonst!)
Also, los geht's: GEBOS-Admin starten -> Anmelden -> Platz anlegen. Hä? Was? EDV derart einfach? Drei Schritte und das Problem ist
gelöst? In einer grafischen Anwendung die nur 2,5 Minuten zum Start braucht? Hinter der mehr
Entwickler stehen als in Florida Wahlzettel ausgezählt werden?.....
.... Der Admin wittert eine Falle. Da muss was sein. Stimmt. Da ist er wieder der Fehler: Nr.
2 Datei FKINIT.CXX Zeile: egal, Übergabeparameter nicht gültig. Mit einem gewaltigen
Erfahrungsschatz im Rücken analysiert der Admin das Problemchen messerscharf (wie
gesagt: von solchen billigen Dingern - ich meine den Fehler, was beim Admin zuhause
abgeht ist hier nicht interessant - läst er sich nicht mehr erschrecken): Die Lösung liegt auf
der Hand: dieser Arbeitsplatz ist nicht administriert. Er sagt es ja: "Wozu 9555?"
Nachdenklich lehnt sich der Admin auf seinem Holzstuhl zurück und spricht vor sich hin:
"Wenn ich einen Arbeitsplatz administrieren soll, dann muss ich erst einen Arbeitsplatz
administrieren, von dem ich einen Arbeitsplatz administrieren kann, an dem ich weitere
Arbeitsplätze administrieren kann..."
Diese als Erwegenisches Logikphänomen bekannte Problemstellung ist nicht gerade neu.
Erinnern wir uns nur an die am 15. Februar des Jahres 941 enstandene Diskussion
über die Henne und das Ei. Ein Thema, das bis zum heutigen Tag nicht ausreichend
erörtert wurde. Der Hahn wurde beispielsweise gar nicht berücksichtigt.
Für die Frage des Admins gibt es aber eine Lösung. Die ist so einfach, das es schon wieder
fast unglaublich ist (nein, nicht das Handbuch). Hier kommt sie wieder ins Spiel - Besetzter
als das Bahnhofsklo, die schönste Warteschleife aller Telefonanlagen: die 9555. Zitternd
dreht der Admin die Wählscheibe seines Telefons und hört nach einem beeindruckend
kurzen Aufenthalt in der Warteschleife das Freizeichen (von diesem kurzen Warteschleifenaufenthalt ist ein
auch heute noch anhaltender Gehörschaden überliefert).
Dieser Anruf in Erwegenien führt den Admin zu einer überraschenden Erkenntnis, die ihn
noch tagelang beschäftigt. Im hochentwickelten Erwegenien gibt es mehr als nur einen
Telefonanschluss (ja, dort ist nichts mehr mit Trommeln oder Rauchzeichen) und er hat
prompt den falschen erwischt. Geradezu geschockt war unser Admin als er erfuhr, dass es
zehn (!) Nummern gibt die mit 9 beginnen. Aber die 9555 hatte Mitleid mit dem
Admin, beruhigte ihn und schickte ihm ein Telefonverzeichnis mit der Post (Hatäämähl? Was isch des?").
Bis das Telefonverzeichnis ankomme, solle er doch der Einfachkeit halber in
der Zentrale anrufen und sich verbinden lassen. Benommen von dieser technischen Revolution ("Noch eine Telefonnummer? Das sind ja schon elf!") wurde er mit
der richtigen Nummer verbunden: 9550. In einem langen Telefongespräch wurde der Admin dank der umfassenden Kenntnisse
der auch ziemlich mächtigen 9550 durch die Adminstration geführt. Diese war gewaltiger,
als sich der Admin jemals träumen lies: Bankdaten, Zweigstellendaten, Benutzerdaten,
Arbeitsplatzdaten, Chipdaten und viele andere. Nur zwei Tage später erschien der
Telekomchef persönlich und überreichte dem Admin ein Dankschreiben mit den Worten
"Damit ist unser Defizit auf Jahre ausgeglichen". Erfreut über seine gute Tat zeigte der
Admin dieses Schreiben seinem Vorstand, dem Verwalter des Bankvermögens und der
Kundeneinlagen. Was dann passierte ist nicht überliefert. Die meisten Anrufe des Admins in Erwegenien beginnen nun aber mit
den Worten "Können Sie mich bitte zurückrufen? BITTE!!!"
to be continued......
zum Teil
2 "Die Segnungen des Himmels"